04.07.2016 10:41 | Von: Nadia Walker

Gesamtsieg beim Engadin Bike Giro

Nach dem dritten Tagessieg, bei der dritten Etappe des Engadin Bike Giro, konnte Nadia Walker auch die Gesamtwertung für sich entscheiden.

Bei besten äusseren Bedingungen starteten wir heute zur dritten und letzten Etappe des Engadin Bike Giro. Da ein Streckenabschnitt nicht befahren werden konnte, wurde die Etappe von 73 auf 68 Kilometer gekürzt; das bedeutete auch gleichzeitig, dass wir 300 (insgesamt noch 2'124) Höhenmeter weniger zu absolvieren hatten. Die ersten Kilometer waren heute sehr hektisch. Es ging auf einer flachen Kiesstrasse dem Silvaplanersee entlag Richtung Sils und Maloja. Erst als es in die Steigung Richtung Alp Prasura ging, beruhigte sich die Lage. Ich konnte von Beginn weg vorne mitfahren. Als es dann aber in den ersten Aufstieg ging, merkte ich, dass meine Beine extrem schwer waren. Ich hatte Mühe, meinen Rhythmus zu finden. Als dann bereits nach 10 Kilometern noch Schaltprobleme dazu kamen, wurde ich schon etwas unruhig. Zwar lag ich in Führung und hatte in der Gesamtwertung einen komfortablen Vorsprung, aber der Weg bis ins Ziel war noch sehr weit.

Auf dem coupierten Streckenabschnitt Richtung St. Moritz musste ich einen Zwangsstopp bei den Bixs-Betreuern einlegen, welche meine Schaltprobleme zu beheben versuchten. An dieser Stelle ein grosses „Dankeschön“ – auch wenn es nicht geklappt hatte. Leider blieben mir nur noch die Hälfte meiner Gänge übrig, aber ich wollte kämpfen bis zur Ziellinie. 

Durch den Stopp kamen mir Milena Landtwing und Hielke Elferink wieder sehr nahe und ich wusste, dass Lokalmatadorin Landtwing die Trails wohl auswendig kennt. Dank meiner jahrelangen Rennerfahrung gelang es mir aber ruhig zu bleiben und mein „Ding“ durchzuziehen. Die Strecke führte weiter Richtung Muoatas Muragl und Bever. Ich versuchte nun nochmals all meine Kräfte zu mobilisieren. Dies war auch nötig, denn in Samedan angekommen, warteten nochmals einige sehr, sehr steile Rampen auf uns. Irgendwie gelang es mir auch diese Hindernisse zu meistern. Zu meiner Überraschung konnte ich den Vorsprung auf meine Konkurrentinnen wieder deutlich vergrössern.

Ein letztes Mal ging es hoch Richtung Corviglia, ich war froh, dass wir die letzten 300 Höhenmeter nicht mehr fahren mussten. Zum Abschluss wartete nochmals ein schöner Flowtrail auf uns, bevor es auf einem Flachstück zurück nach Silvaplana ging. Sehr müde aber überglücklich erreichte ich nach 3:35:25 das Ziel als Tages- und Gesamtsiegerin. Auf Rang zwei folgte wiederum Hilke Elferink mit 3:47 Minuten Rückstand. Dritte wurde wie schon gestern, die Lokalmatadorin Milena Landtwing, welche 6:12 Minuten verlor.

Mit einer Gesamtfahrzeit von 8:57:18 Stunden konnte ich somit die Gesamtwertung des ersten Engadin Bike Giro für mich entscheiden. Mit einem Rückstand von 10:21 Minuten folgte Hielke Elferink auf Rang zwei. Dritte wurde Milena Lantwing, welche 23:31 auf mich verlor. Im ersten Moment konnte ich nicht ganz glauben, was mir da im Engadin gelungen ist. Ehrlich gesagt, brauchte ich ein paar Tage, bis ich es „schnallte“. Ich wusste zwar, dass meine Form sehr gut war, aber dass ich bei dieser Konkurrenz eine solch souveräne Vorstellung mit drei Etappensiegen und dem Gewinn der Gesamtwertung abliefern kann, hätte ich nicht zu träumen gewagt. Nun muss ich aber meinem Körper etwas Ruhe gönnen, bevor ich dann mit der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte beginnen werde.

An dieser Stelle ein riesiges „Merci“ an meine Betreuer und Fans, welche einen super Job gemacht und mitgefiebert haben.


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