29.08.2016 10:41 | Von: Nadia Walker

Nadia Walker überzeugt auch im Engadin

Nadia Walker zeigt beim Nationalpark-Bike-Marathon über 137 Kilometer und 4040 Höhenmeter eine starke Leistung. Die 34-jährige Urnerin bewältigt das längste Rennen der Garmin Bike Marathon Serie als zweitschnellste Frau.

Am Samstag fand im Engadin die 15. Austragung des Nationalpark-Bike-Marathons statt. Die rund 2000 Teilnehmer konnten sich zwischen vier verschiedenen Distanzen entscheiden, welche rund um den Schweizer Nationalpark führten. Nadia Walker startete auf der Langdistanzstrecke mit Start und Ziel in Scuol. Nicht weniger als 137 Kilometer und 4040 Höhenmeter galt es zu überwinden. Die Strecke war technisch nicht sehr anspruchsvoll, aber mit 137 Kilometern das längste Rennen der Garmin Bike Marathon Serie. Zudem wartete mit dem 2700 Meter hohen Chaschaunapass ein grosses Hindernis auf die Fahrerinnen.

Die Mitfavoritin auf den Tagessieg, Cornelia Hug, schlug bereits im ersten Anstieg nach Costainas ein hohes Tempo an. Nadia Walker, Leaderin in der Gesamtwertung, konnte das Tempo von Hug nicht ganz mitgehen: „Ich fühlte mich zu Beginn des Rennens alles andere als gut, versuchte aber ruhig zu bleiben und einen guten Rhythmus zu finden.“ Bis zum Kulminationspunkt sowie in der anschliessenden Abfahrt nach Fuldera verlor Nadia Walker nur zwei Minuten auf die Führende. Die nächsten Verfolgerinnen, Florence Darbellay und Andrea Ming, büssten dagegen bereits mehrere Minuten ein.

In der zweiten Steigung von Fuldera nach Döss Radond und Alpisella fuhren die beiden Erstplatzierten praktisch ein identisches Tempo. Der Rückstand von Nadia Walker pendelte sich bei rund drei Minuten ein. In der schnellen Abfahrt und auf dem anschliessenden Singletrail durch das Val Mora gelang es Nadia Walker das Tempo hochzuhalten. Nach 71 Kilometern passierte sie Livigno als Zweitplatzierte, rund 3 Minuten hinter Cornelia Hug und 5 Minuten vor Florence Darbellay. Die weiteren Konkurrentinnen, unter anderem auch aus Deutschland, Tschechien und Italien angereist, lagen bereits deutlicher zurück.

Mit dem Anstieg auf den Chaschaunapass folgte ein äusserst steiler Streckenabschnitt, auf dem das Bike einige Male geschoben werden musste. Dies ist nicht weiter verwunderlich, gilt es doch, auf knapp 7 Kilometern nicht weniger als 900 Höhenmeter zu überwinden. Nadia Walker fand schnell einen guten Rhythmus und kam ohne grössere Probleme über den Pass. „In der Anfahrt von Livigno Richtung Chaschaunapass nahm ich etwas Tempo weg und versuchte meine Kräfte zu bündeln. Ich fühlte mich noch gut und konnte einen grossen Teil des Anstiegs fahrend bewältigen. Dies hat mich sehr motiviert.“

Nach einer rasanten Abfahrt passierte die Bikewelt Gisler / Radsport Altdorf Fahrerin S-chanf weiterhin als Zweitplatzierte. Während sich der Rückstand auf die Führende bei rund 4 Minuten einpendelte, stieg der Vorsprung auf die weiterhin Drittplatzierte Darbellay auf 11 Minuten an. Von S-chanf bis nach Scuol lagen immer noch 50 Kilometer und 1000 Höhenmeter vor den Athletinnen. „Das letzte Drittel des Nationalparkmarathons hat bedeutend weniger Höhenmeter als die ersten beiden. Ich hatte mich aber sehr gut auf die vielen Flachstücke und die kurzen Anstiege eingestellt. Trotz des leichten Gegenwindes konnte ich in diesem Streckenabschnitt noch einmal zusetzen.“ Die Tatsache, dass Nadia Walker zwischen S-chanf und Ftan knapp 2 Minuten auf Leaderin Cornelia Hug gutmachte, bestätigt den Eindruck der Urnerin. Zwischenzeitlich konnte Nadia Walker den Rückstand auf 50 Sekunden reduzieren. Obwohl Cornelia Hug in Sichtweite war, gelang es Walker indes nicht, die Lücke definitiv zuzufahren.

In Ftan angekommen, stand Nadia Walker noch die rund 5 Kilometer lange finale Abfahrt bevor. Mit dosiertem Risiko meisterte sie auch den letzten Streckenabschnitt souverän und konnte sich nach 6:47 Stunden als umjubelte Zweitplatzierte in Scuol feiern lassen. Damit verbesserte die Urnerin ihr persönliche Bestzeit aus dem Vorjahr um 9 Minuten. Gewonnen wurde das Rennen von Cornelia Hug. Florence Darbellay setzte sich im Kampf um Platz drei knapp gegen Andrea Ming durch.

Eine glückliche Nadia Walker meinte im Ziel: „Mit meinem Rennen und dem zweiten Platz bin ich zufrieden. Ich war mir nicht sicher, ob ich nach dem Eiger-Bike-Marathon in Grindelwald (88 km) und dem Grand Raid im Wallis (93 km) im dritten Rennen innerhalb von zwei Wochen nochmals eine solche Leistung abrufen kann. Deshalb bin ich mit gemischten Gefühlen ins Bündnerland gereist, obwohl ich aufgrund der letzten Resultate wusste, dass ich gut in Form bin. Ich bin froh, dass ich nach einem schwierigen Start weitergekämpft habe und gegen Ende des Rennens nochmals zulegen konnte. Der zweite Platz ist für mich ein weiterer schöner Erfolg und ein wichtiger Schritt in Sachen Gesamtwertung (in welcher ich weiterhin Leaderin bin). Ein weiteres Highlight ist, dass ich meine persönliche Bestzeit um 9 Minuten verbessern konnte. Nun schaue ich den beiden letzten Rennen in Alpnach und Einsiedeln gelassen entgegen.“


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